Evita, Tier, Bird, Jenarad

Letztes Jahr gab es außer Teilauto keine Möglichkeiten flexibel Verkehrsmittel in Jena auszuleihen. Innerhalb weniger Monate hat sich das Bild verändert und wir können nun zusätzlich mit E-Rollern, E-Scootern und Fahrrädern durch die Stadt düsen. Dahingehend fühlt sich Jena nun mehr nach einer Großstadt an und meinem Eindruck nach werden die neuen Möglichkeiten der Fortbewegung in Jena gut angenommen.

Jedoch könnten diese Systeme noch anwenderfreundlicher sein. Für jedes System wird eine eigene App benötigt und es fehlt ein integriertes Verkehrskonzept für die genannten Anbieter. Die Firmen sind frei bei den Standorten für das Abstellen der Verkehrsmittel und müssen keine Schnittstellen für Drittsysteme anbieten.

Ziel ist es, dass der Nutzer schnell von A nach B kommt. Dafür muss er sehen, welche Möglichkeiten es dafür gibt und Insellösungen widersprechen diesem Ziel. Die Mobilitätsanbieter wie Tier oder Bird möchten ihre Kunden möglichst an sich binden und sind nicht an einem integrierten System interessiert bzw. Schnittstellen bereit zu stellen. Deswegen ist es die Aufgabe der Stadt vorgaben zu erstellen, unter welchen Bedingungen ein Anbieter sein Mobilitätssystem anbieten darf. Jena macht das teilweise schon und gibt Vorgaben vor

Es fehlen jedoch Regeln im Schnittstellenbereich und Open Data.

Etablieren sich die System in Jena sollte darüber nachgedacht werden, wie es funktionieren kann, dass dem Nutzer in einer Anwendung alle Möglichkeiten der Fortebewegung (Öffentlicher Nahverkehr, E-Roller, E-Scooter, Fahrräder) präsentiert und diese auch genutzt werden können. Dafür gibt es Lösungsansätze, die mit viel Aufwand verbunden sind. Diese werden noch in den wirklich großen Städten entwickelt wie z.B. in Hamburg mit hvv switch. Tier ist dort bereits integriert. Es geht also und es muss nur gewollt werden.